
Auf einem Arbeitsweg in der Stadt berechnet Waze standardmäßig eine Route, die für eine Limousine optimiert ist. Das Ergebnis: breite Straßen, aufgeblähte Fahrzeiten und keine Berücksichtigung der Abmessungen eines Zweirads. Den Motorradmodus in Waze zu aktivieren, verändert die Routenberechnung, aber die Vorgehensweise ist schlecht dokumentiert und wird oft mit einer einfachen Änderung des Avatars verwechselt.
Fahrzeugtyp und Motorrad-Avatar in Waze: zwei unterschiedliche Einstellungen
Das ist die häufigste Verwirrung in den Tutorials. Das Ändern des Symbols, das Sie auf der Karte repräsentiert (von einem Auto zu einem Motorrad wechseln), hat keinen Einfluss auf den Routenberechnungsalgorithmus. Der Avatar ist rein kosmetisch.
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Die entscheidende Einstellung befindet sich woanders. Man muss zu Einstellungen, dann Navigation, dann Fahrzeugtyp gehen und Motorrad auswählen. Nur diese Einstellung verändert die Art und Weise, wie der Algorithmus Ihre Fahrt behandelt: Abmessungen des Fahrzeugs, Geschwindigkeitsabschätzungen, Zugang zu schmaleren Straßen.
Das Waze-Team bestätigt dies in seinen eigenen Hilfeforen: Nur der Fahrzeugtyp beeinflusst die Navigation, nicht das Aussehen Ihres Cursors. Ein detaillierter Leitfaden zur Integration des Motorradmodus in Waze zeigt jeden Bildschirm des Verfahrens, falls das Menü Ihnen verborgen erscheint.
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Was der Motorradmodus konkret in der Waze-Routenberechnung ändert
Sobald der Fahrzeugtyp auf Motorrad eingestellt ist, ändern sich drei Dinge im Verhalten der Anwendung.
- Die Fahrzeiten werden realistischer für ein Zweirad, insbesondere in dicht besiedelten städtischen Gebieten, wo das Durchfahren des Verkehrs die Durchschnittsgeschwindigkeit verändert.
- Der Algorithmus kann enge Straßen oder für Autos unzugängliche Durchgänge vorschlagen, was manchmal die Strecke erheblich verkürzt.
- Das Lernen Ihrer Geschwindigkeitsgewohnheiten ist vom Autofahrerprofil getrennt. Wenn Sie Waze auch im Auto verwenden, vermischen sich die Daten nicht.
In der Praxis stellt man fest, dass die im Motorradmodus vorgeschlagenen Routen vor allem in der Stadt unterschiedlich sind. Auf Autobahnen oder Bundesstraßen verringert sich der Unterschied, da die Abmessungen weniger wichtig sind.
Die Auswirkungen des Dekrets auf kohlenstoffarme Routen
Seit Inkrafttreten des Dekrets Nr. 2022-1199 muss Waze (wie Google Maps) die Routen mit der geringsten Kohlenstoffauswirkung hervorheben, nicht nur die schnellsten. Dieser Filter gilt auch im Motorradmodus.
Konkreter gesagt, kann Waze eine leicht längere Strecke vorschlagen, die jedoch als weniger emissionsintensiv gilt, indem es Schnellstraßen vermeidet oder moderate Geschwindigkeiten bevorzugt. Kein konkurrierender Motorradleitfaden erwähnt diesen Mechanismus, obwohl er erklärt, warum die vorgeschlagene Route nicht immer die kürzeste ist.
Aktivierungsverfahren für den Motorradmodus auf Android und iPhone
Die Vorgehensweise ist auf beiden Systemen identisch, aber der genaue Standort des Menüs variiert leicht je nach Version der Anwendung. Hier ist der Standardweg.
- Öffnen Sie Waze und tippen Sie auf das Hauptmenü (Symbol “Mein Waze” oder die drei Striche unten links).
- Gehen Sie über das Zahnrad zu den Einstellungen und wählen Sie dann Navigation.
- Finden Sie die Zeile “Fahrzeugtyp” und tippen Sie darauf.
- Wählen Sie Motorrad aus der angebotenen Liste und kehren Sie dann zur Karte zurück.
Die Änderung tritt sofort in Kraft: Die nächste berechnete Route berücksichtigt das Motorradprofil. Es ist nicht nötig, die Anwendung neu zu starten.
Überprüfen, ob die Einstellung aktiv ist
Eine klassische Falle: Nach einem Update von Waze kann der Fahrzeugtyp wieder auf “Auto” zurückgesetzt werden. Es wird empfohlen, diese Einstellung nach jedem größeren Update der Anwendung zu überprüfen. Ein schneller Blick in die Einstellungen, Navigation, Fahrzeugtyp reicht aus.

Grenzen des Waze-Motormodus und Anpassungen vor Ort
Der Motorradmodus verbessert die Relevanz der Routen, aber Waze bleibt eine Anwendung, die für Autos gedacht ist. Einige Einschränkungen bestehen weiterhin.
Das Durchfahren des Verkehrs ist beispielsweise nicht explizit modelliert. Waze passt die Fahrzeiten statistisch an, wird Ihnen aber niemals sagen “fahren Sie hier in der Schlange nach vorne”. Die Schätzungen bleiben daher im Falle eines dichten Staus ungenau.
Der Akkuverbrauch ist ein weiterer kritischer Punkt. Das am Lenker befestigte Telefon verwaltet gleichzeitig den Bildschirm, das GPS und die Datenverbindung. Auf einer Strecke von mehr als einer Stunde kann der Akku schnell sinken, ohne externe Stromversorgung. Ein USB-Kabel, das am Lenker angeschlossen ist, oder eine Halterung mit integrierter Ladefunktion löst das Problem.
Gebiete mit niedrigen Emissionen und Crit’Air-Vignette
Wenn Sie in der Stadt fahren, denken Sie daran, Ihre Crit’Air-Vignette in den Waze-Einstellungen anzugeben. Die Anwendung kann dann Routen filtern, die durch Gebiete mit niedrigen Emissionen führen, in denen Ihr Motorrad nicht fahren dürfte. Diese Einstellung befindet sich im gleichen Abschnitt Navigation der Einstellungen.
Die Rückmeldungen zu diesem Punkt variieren: Einige Benutzer berichten, dass die ZFE-Filterung in Paris oder Lyon gut funktioniert, andere stellen Inkonsistenzen in kleineren Metropolen fest. Es ist ratsam, auf die Beschilderung zu achten.
Der Motorradmodus in Waze verwandelt die Anwendung nicht in ein GPS für Zweiräder, aber er korrigiert die störendsten Verzerrungen der Standardberechnung. Die Vorgehensweise dauert etwa zehn Sekunden. Überprüfen Sie die Einstellung nach jedem Update, und verwechseln Sie nicht Avatar und Fahrzeugtyp: Das ist der einzige Fehler, der alle Vorteile der Funktion zunichte macht.